Reiseziele · Turkmenistan

Darvaza: der brennende Gaskrater in der Karakum-Wüste

Mitten in der Karakum-Wüste brennt seit mehr als einem halben Jahrhundert ein etwa 70 m breiter Krater. Nachts von seinem Rand aus gesehen, während ringsum die Wüste schweigt, ist der Gaskrater von Darvaza, das „Tor zur Hölle“, einer der außergewöhnlichsten Anblicke Zentralasiens.

Darvaza: der brennende Gaskrater in der Karakum-Wüste

Auf einen Blick

  • Lage: in der Karakum-Wüste im Zentrum Turkmenistans, etwa 260 km nördlich von Aschgabat.
  • Zeitbedarf: eine Nacht, mit Ankunft vor Sonnenuntergang.
  • Beste Reisezeit: April–Mai und September–Oktober. An Sommertagen wird es über 45 °C heiß, in Winternächten sinken die Temperaturen unter null.
  • Anreise: etwa vier Stunden auf der Straße ab Aschgabat, dann die letzten 8 km im 4x4 durch den Sand.

Wissenswertes

  • Der Krater ist etwa 70 m breit und 20–30 m tief. Vermessen hat ihn 2013 der Forscher George Kourounis, der als erster Mensch in ihn hinabstieg.
  • Wie er entstand, ist nicht dokumentiert. Meist heißt es, 1971 sei eine sowjetische Gasbohranlage in einen Hohlraum eingebrochen, und Geologen hätten das Gas angezündet, damit es abbrennt. Turkmenische Geologen sagen dagegen, der Einsturz habe sich in den 1960er-Jahren ereignet und das Feuer sei in den 1980er-Jahren entzündet worden.
  • Offiziell heißt er „Leuchten der Karakum“; diesen Namen erhielt er 2018.
  • Im Januar 2022 wies der damalige Präsident die Behörden an, einen Weg zu finden, das Feuer zu löschen. Im Juni 2025 teilte der staatliche Gaskonzern mit, das Feuer sei auf fast ein Drittel zurückgegangen, nachdem in der Nähe Bohrlöcher geöffnet worden waren, um einen Teil des Gases abzuleiten.
  • 2026 brennt der Krater noch immer, aber weniger heftig als auf älteren Fotos.

Der Besuch

Planen Sie Ihre Ankunft für den späten Nachmittag. Gehen Sie zum Kraterrand, wenn das Licht schwindet und sich das Glühen vom Himmel abzuheben beginnt, und kommen Sie nach dem Abendessen wieder, wenn der Anblick am eindrucksvollsten ist. Die Hitze im Gesicht und das Tosen der Flammen gehören zum Erlebnis dazu. Wenn Sie im Camp übernachten, werfen Sie im Morgengrauen noch einen Blick hinein, wenn die Wüste kühl und still ist.

Camps mit Jurten und Zelten liegen ein paar Gehminuten vom Krater entfernt. Das Abendessen wird meist über dem Feuer zubereitet: gegrilltes Fleisch, Brot, Salate und Tee.

Wichtige Hinweise

  • Abstand zum Rand halten: Teile des Kraterrands sind instabil, und das Geländer ist niedrig, wo es überhaupt eines gibt. Werfen Sie niemals etwas in den Krater.
  • Wind: Stellen Sie sich mit dem Wind im Rücken an den Krater; heiße Luft und Gasgeruch ziehen mit dem Wind.
  • Drohnen: Sie sind in Turkmenistan verboten.
  • Ausstattung: Die Camps sind einfach, mit gemeinsamen Toiletten im Freien und wenigen oder gar keinen Duschen.
  • Kein Empfang: Rechnen Sie mit wenig oder gar keinem Mobilfunkempfang.

Das gehört ins Gepäck

  • Eine warme Jacke, auch im Frühling und Herbst: Die Wüstennächte sind kalt.
  • Geschlossene Schuhe für den Sand und eine Stirnlampe für den Rückweg im Dunkeln.
  • Wasser, Feuchttücher und eine Powerbank.
  • Ein kleines Stativ, wenn Sie nachts fotografieren möchten.

Lesen Sie unseren ausführlichen Reiseratgeber zu Darvaza. Darvaza steht auf dem Programm aller unserer Turkmenistan-Touren, auch der 4-tägigen Durchquerung von Buchara nach Chiwa.

Darvaza crater panorama

Fotos: flydime, CC BY-SA 2.0 · Tormod Sandtorv, CC BY-SA 2.0

Darvaza Touren

Alle Touren